EMG-Biofeedback verständlich erklärt
Was ist EMG-Biofeedback?
Beim EMG-Biofeedback wird die elektrische Aktivität eines Muskels über Oberflächenelektroden gemessen (Elektromyographie, EMG) und dem Anwender in Echtzeit optisch oder akustisch zurückgemeldet. So wird eine Muskelaktivität sichtbar, die sonst nicht bewusst wahrnehmbar ist.
Wofür wird Biofeedback eingesetzt?
Das Verfahren kommt vor allem in der Neurologie, Orthopädie und Urologie zum Einsatz – etwa um nach einem Schlaganfall gezielt einzelne Muskelgruppen wieder anzusteuern, bei der Beckenbodenrehabilitation oder um Fehlspannungen der Muskulatur bewusst zu machen und zu korrigieren.
Wie unterscheidet sich das von reiner Elektrostimulation?
Anders als bei TENS oder EMS wird beim Biofeedback kein Strom appliziert, sondern nur gemessen – der Anwender lernt aktiv, seine eigene Muskelaktivität zu steuern. Unsere Geräte DuoBravo N (Neurologie) und DuoBravo U (Urologie) kombinieren dabei EMG-Messung mit automatischer Schwellenwertanpassung, sodass sich das Training kontinuierlich an den individuellen Fortschritt anpasst. Das SineBravo eignet sich als einsteigerfreundliches Gerät für die häusliche Anwendung mit einfacherer Rückmeldung über 365 gespeicherte Behandlungstage.
Für wen eignet sich Biofeedback zu Hause?
Da alle genannten Geräte HMV-gelistet sind, kommt eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse grundsätzlich in Betracht – die Verordnung erfolgt in der Regel durch den behandelnden Arzt oder Therapeuten.